Biologische Vielfalt bezieht sich auf die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Unter dem Begriff wird nicht nur die Anzahl der verschiedenen Pflanzen- oder Tierarten verstanden, sondern auch die Heterogenität der Gene innerhalb der Arten.
Ein Beispiel: Die beliebten Wattwürmer erzeugen nicht nur Sandspaghetti, sondern sind wichtige Teile des Ökosystems. Sie reinigen den Sand, setzen Nährstoffe an der Sandoberfläche frei und belüften den Boden. Davon profitieren nicht nur die Bodenlebewesen, sondern auch die Vögel, die die Würmer als Nahrungsquelle nutzen. Ein einziger Wattwurm kann in seinem Leben circa 25 Kilogramm Sand umschichten und die Wasser- und Bodenqualität dadurch verbessern. Die verschiedenen Arten der Wattwürmer können unterschiedlich groß werden, tiefer in den Sand tauchen und dadurch ihren eigenen wertvollen Beitrag für's lokale Ökosystem leisten.
Wasserverschmutzung, Ölabfälle im Wasser und Überfischung gefährden Wattwürmer immer stärker. Einzelne Lebewesen haben große Auswirkungen auf andere und würden sie aussterben, würden die Folgen viel weiter reichen. Ökosysteme brauchen Vielfalt, damit alle Lebewesen miteinander ausgeglichen zusammenleben können. |